Filigran – Schmuck aus feinsten Drähten
Filigraner Schmuck trägt seinen Namen zu Recht: Bei dieser Goldschmiedetechnik entstehen Ornamente aus extrem feinen Metallfäden. Sie werden gedreht, gebogen, zu Spiralen oder anderen Mustern geformt und anschließend miteinander oder mit einem Untergrund verbunden.
Die Technik ist sehr alt. Bereits Goldschmiede antiker Kulturen beherrschten die Verarbeitung feinster Golddrähte. Besonders eindrucksvolle Beispiele finden sich unter anderem in etruskischen Schmuckstücken. Dort wurden Filigranarbeiten häufig mit anderen aufwendigen Techniken wie der Granulation kombiniert.
Auch die Herkunft des Wortes passt perfekt zur Technik. Es geht auf lateinische Begriffe für „Faden“ beziehungsweise „Draht“ und „Korn“ zurück.
Über Jahrhunderte entwickelten verschiedene Regionen ganz eigene Formen der Filigrankunst. Dadurch entstanden Schmuckstücke, die trotz des wertvollen Metalls beinahe leicht wie Spitze wirken.
Bis heute verlangt Filigranarbeit ausgesprochen viel Präzision. Schon kleine Ungenauigkeiten können die Symmetrie eines Musters verändern. Gerade darin liegt ihr Reiz: Massives Edelmetall wird optisch leicht, fein und beinahe transparent.

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