Legierung – warum Gold fast nie allein bleibt
Gold gehört zu den faszinierendsten Metallen überhaupt: Es glänzt, korrodiert kaum und lässt sich außergewöhnlich gut bearbeiten. Genau diese gute Verformbarkeit bringt jedoch ein Problem mit sich. Reines Gold ist für viele Schmuckstücke relativ weich.
Goldschmiede mischen es deshalb mit anderen Metallen. Eine solche Mischung mehrerer Metalle heißt Legierung. Je nach Zusammensetzung verändern sich Härte, Farbe und Verarbeitungseigenschaften.
Aus Gold, Silber und Kupfer können beispielsweise unterschiedlich warme Gelb- oder Rottöne entstehen. Weißgold erhält seine helle Farbe durch entsprechende Legierungsbestandteile. Gleichzeitig beeinflusst die Mischung, wie widerstandsfähig ein Ring, eine Kette oder eine Fassung im Alltag ist.
Legierungen sind keineswegs eine moderne Erfindung. Menschen experimentieren seit Jahrtausenden mit Metallmischungen. Schon frühe Metallhandwerker erkannten, dass sich die Eigenschaften eines Werkstoffs dadurch gezielt verändern lassen.
Die Zahlen 333, 585 oder 750 verraten schließlich, wie hoch der Goldanteil der Legierung ist. Schönheit und Alltagstauglichkeit eines Schmuckstücks entstehen also häufig gerade dadurch, dass Gold nicht allein verarbeitet wird.

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